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Erledigungsblockade

Nicht faul, sondern blockiert. Menschen mit einer Erledigungsblockade sind über längere Zeit ausserstande, wichtige Alltagsverrichtungen zu erledigen, zu denen sie eigentlich fähig wären. Das zunehmend schlechte Gewissen bewirkt, dass Briefe nicht mehr geöffnet werden, die Steuererklärung liegen bleibt, Rechnungen nicht bezahlt werden.

Viele Ratsuchende in der Schuldenberatung leiden darunter, haben aber noch nie von dieser Diagnose gehört. Obwohl die Betroffenen beruflich oftmals in verantwortungsvollen Positionen stehen und über ein gutes Einkommen verfügen, ist der Schuldenberg hoch.

Wenn die betroffenen Menschen mit diesem Fachbegriff und seinem Bedeutungsfeld in der Beratung konfrontiert werden, sind sie im Nachgang meistens erleichtert, denn in ihrem Umfeld müssen sie sich wiederkehrend Sätze wie «jetzt erledige es doch endlich, das ist doch nicht so schwierig» anhören.

Klientinnen und Klienten, die unter den Symptomen dieser Diagnose leiden, bringen die Energie nicht auf, ihre Pendenzen zu erledigen. Einfache Dinge werden aufgeschoben bis die Situation eskaliert. Der Unterschied zum normalen Aufschieben, wie wir es alle kennen, liegt darin, dass die betroffenen Menschen die Deadlines nicht mehr einhalten können. Jeder Schritt fühlt sich an wie ein Marathon. Hinzu kommt das schlechte Gewissen sowie in vielen Fällen ein stark kompensatorisches Verhalten bis hin zu einer Suchtproblematik (stundenlanges Fernsehen, surfen im Internet, Überstunden am Arbeitsplatz, etc.).

Betroffenden Menschen können sich diesbezüglich Unterstützung einer Ergotherapeutin holen, welche von der Krankenkasse bezahlt wird. Die Ergotherapie hat das Ziel, die betroffene Person zu befähigen, alltags- und persönlichkeitsrelevante Handlungen möglichst uneingeschränkt und eigenständig ausführen zu können.

Mehr zum Thema Erledigungsblockade finden Sie hier:

https://www.xundheitsprax.is/erledigungsblockade

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